In Soriano begegnest du einigen der ältesten kolonialen Siedlungsspuren Uruguays. Die Geschichte dieser Landschaft beginnt natürlich viel früher: Lange vor der Ankunft der Europäer lebten hier bereits indigene Gemeinschaften.
Heute gehört das Departamento zu den wichtigen Agrarregionen des Landes. Weite Felder und Weiden prägen das Bild. Im Westen bildet der Río Uruguay die Grenze zu Argentinien, im Norden trennt der Río Negro Soriano vom gleichnamigen Nachbardepartamento.
Die Hauptstadt Mercedes liegt am Río Negro. An ihrer Uferpromenade kannst du spazieren gehen, aufs Wasser schauen und dir eine Pause gönnen. Zwischen Flussufer, alten Gebäuden und dem Alltag der Stadt findest du einen guten Einstieg in diese Region.
Villa Soriano: Der Ort gehört zu den ältesten Siedlungen europäischen Ursprungs im heutigen Uruguay. Seine Anfänge werden auf das Jahr 1624 zurückgeführt. Bei einem Spaziergang begegnen dir historische Gebäude, die alte Kirche und der Anleger am Río Negro. Nimm dir etwas Zeit für die stillen Straßen denn nicht jede interessante Geschichte macht laut auf sich aufmerksam.
Die Mündung des Río Negro: Nicht weit von Villa Soriano mündet der Río Negro in den Río Uruguay. Hier öffnet sich die Landschaft zu weiten Wasserflächen, Inseln und bewachsenen Ufern. Vom Wasser aus lässt sich gut nachvollziehen, welche Bedeutung die Flüsse früher als Reise– und Handelswege hatten.
Die Playa de la Agraciada: An diesem Ufer des Río Uruguay landeten am 19. April 1825 die Treinta y Tres Orientales unter der Führung von Juan Antonio Lavalleja. Ihr Aufstand gegen die brasilianische Herrschaft wurde zu einem wichtigen Ereignis auf dem Weg zur späteren Unabhängigkeit Uruguays. Nach unserer Station im Departamento Treinta y Tres stehen wir nun an dem Ort, der mit dieser Geschichte unmittelbar verbunden ist.
Dolores &ndash das Getreideherz: Rund um Dolores zeigt sich die landwirtschaftliche Seite Sorianos besonders deutlich. Felder, Silos und Betriebe gehören zum Bild der Stadt und ihrer Umgebung. Hier bekommst du eine Vorstellung davon, wie viel Arbeit hinter dem steckt, was später ganz selbstverständlich als Brot oder Beilage auf dem Tisch landet.
Getreideanbau und Viehzucht prägen Soriano. Beim Essen begegnet dir dabei vieles, das auch in anderen ländlichen Regionen Uruguays auf den Tisch kommt.
Frisches Brot und Gebäck: Wenn du unterwegs an einer Bäckerei vorbeikommst, lohnt sich ein Blick in die Auslage. Ein frisches Brot oder ein paar Bizcochos passen gut zu einer Pause am Fluss. Manchmal braucht es gar nicht mehr.
Fleisch vom Grill: Auch in Soriano gehört das Asado zur uruguayischen Esskultur. Ob bei einer Einladung oder in einer Parrilla: Über der Glut gegartes Fleisch ist eine gute Gelegenheit, dir Zeit für das Essen und die Menschen am Tisch zu nehmen.
Fisch aus den Flüssen: In Mercedes und den kleineren Orten am Wasser kannst du nach regionalen Fischgerichten fragen. Was angeboten wird, hängt vom jeweiligen Lokal und vom verfügbaren Fang ab. Eine bestimmte Zubereitung gehört deshalb nicht automatisch überall dazu.
Nun reisen wir weiter nach Süden ins Departamento
Colonia. In Colonia del Sacramento erwarten dich die historischen Gassen des UNESCO-Welterbes und der weite Blick über den Río de la Plata. Nach den Feldern und Flussufern Sorianos entdecken wir dort, welche Spuren Portugiesen und Spanier hinterlassen haben.