Jürgen's Reise um die Welt

Minas Gerais – Barock, Berge und der Ruf der Freiheit

Willkommen in Minas Gerais! Der Name bedeutet wörtlich „Allgemeine Minen“ und ist historisches Programm: Im 18. Jahrhundert war dieser Staat das unerschöpfliche Schatzkästchen der portugiesischen Krone. Doch zwischen den nebelverhangenen Bergen der Serra do Espinhaço entstand weit mehr als nur sagenhafter materieller Reichtum – hier wurde der erste echte Traum von einem freien, unabhängigen Brasilien geboren.

Barockstadt Ouro Preto mit Kirchen und Bergen
Goldene Epoche im Bergland: Die barocke Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Ouro Preto.

Goldrausch und die Kunst des Aleijadinho

Minas Gerais ist ein einziges, lebendiges Freilichtmuseum des brasilianischen Kolonialbarocks:

Von Kaffee-Baronen zur Moderne

Als die Goldadern versiegten, übernahm der Kaffee das Zepter und brachte enormen wirtschaftlichen Einfluss:

Kirche São Francisco de Assis in Pampulha, Belo Horizonte
Moderne am See: Die geschwungene Kirche São Francisco de Assis von Oscar Niemeyer in Pampulha.

Kulinarik: Die Seele Brasiliens auf dem Teller

Fragt man Brasilianer nach der besten und herzlichsten Küche des Landes, lautet die Antwort fast ausnahmslos: „Comida Mineira“!. In meinem Kapitel über die Kulinarik der Welt erfährst du mehr über:

Geheimnisvolle Orte: Die unterirdischen Wunder

Wusstest du, dass Minas Gerais tief unter seinen grünen Bergketten spektakuläre unterirdische Welten birgt? Tropfsteinhöhlen wie die Gruta da Lapinha oder die gewaltige Gruta de Maquiné sind steinerne Paläste aus Stalaktiten und Stalagmiten, in denen Naturforscher wie der Däne Peter Lund sensationelle Skelette eiszeitlicher Riesensäuger entdeckten. Und Einheimische flüstern, dass man in den stillgelegten Goldminen von Passagem bis heute das leise Pochen der Berggeister hören kann.

Tropfsteinformationen in der Gruta de Maquiné
Unterirdische Kathedralen: Jahrtausende alte Tropfsteinformationen in der Gruta de Maquiné.
Fazit: Minas Gerais ist das historische und emotionale Herz Brasiliens. Wer über die steilen Gassen der Kolonialstädte wandert, den warmen Kaffeeduft einatmet und die unverstellte Herzlichkeit der „Mineiros“ erlebt, begreift sofort, warum dieser Staat als die Wiege der brasilianischen Freiheit und Kultur gilt.
Nächste Station unserer Reise • Berge, Meer und Kolonialruhe

Espírito Santo: »Wo die grünen Berge der Einwanderer sanft in die blauen Buchten des Atlantiks übergehen und die Ruhe der Küste uns empfängt. Begleite mich auf dem nächsten Schritt unserer Odyssee.«

← Vorheriger Bundesstaat: Goiás Übersicht Brasilien Nächster Bundesstaat: Espírito Santo →