Santiago del Estero – Alte Wurzeln und lebendige Folklore
Wo die Chacarera zu Hause ist
Heiße Ebenen, Trockenwälder und die Flüsse Dulce und Salado prägen Santiago del Estero. Die Provinz ist besonders eng mit der argentinischen Folklore verbunden. Wenn Gitarren und Trommeln eine Chacarera anstimmen, bekommst du einen Eindruck davon, wie viel Lebensfreude in dieser Musik steckt.
Ein Blick in die Geschichte
Die Hauptstadt wurde 1553 gegründet und gilt als älteste dauerhaft bestehende spanische Stadtgründung im heutigen Argentinien. Ihr Beiname Madre de Ciudades – „Mutter der Städte“ – erinnert daran, dass von hier weitere Stadtgründungen ausgingen. Die Geschichte der Region reicht jedoch viel weiter zurück: Indigene Gemeinschaften lebten hier lange vor der spanischen Ankunft.
Ein Blick auf den Teller
Probiere gegrilltes Zicklein oder die saftigen Empanadas santiagueñas. Eine traditionelle Spezialität ist außerdem Patay: ein kompaktes, leicht süßliches Gebäck aus dem Mehl gemahlener Algarroba-Schoten. So begegnet dir auch auf dem Teller eine Pflanze, die zum trockenen Norden gehört.
Geheimnisvoller Ort – Eisen aus dem Himmel
Im Gebiet von Campo del Cielo, das sich über Teile von Santiago del Estero und Chaco erstreckt, gingen vor etwa 4.000 Jahren Eisenmeteoriten nieder. Die schweren Fundstücke erzählen von einem Ereignis weit vor unserer Zeit. Besonders große Exemplare kannst du im Besucherpark bei Gancedo in der Nachbarprovinz Chaco sehen – ein Stück Weltall mitten in Argentinien.
Salta: Wir verlassen die weiten Ebenen und reisen in den Nordwesten. Dort erwarten dich farbige Täler, historische Straßen und Musikabende mit eigener Atmosphäre.
