Jürgens Reise um die Welt

Cerro Largo – Weites Grenzland mit rauem Charme

Zwischen Weideland und Grenzalltag

Cerro Largo liegt im Nordosten Uruguays, an der Grenze zu Brasilien. Hier erwarten dich weite Graslandschaften, Viehherden und Orte, in denen Landwirtschaft und Handel den Alltag prägen.

Die Hauptstadt Melo ist ein guter Ausgangspunkt, um das Departamento kennenzulernen. Abseits der großen Badeorte begegnest du einer anderen Seite Uruguays. Du schaust auf Weiden statt aufs Meer und bekommst eine Vorstellung davon, wie eng das Leben vieler Menschen mit dem Land verbunden ist.

Die Grenzlage hat die Region über Jahrhunderte geprägt. Handel und familiäre Verbindungen gehören ebenso zu ihrer Geschichte wie Konflikte und politische Auseinandersetzungen. Das ruhige Landschaftsbild lässt davon zunächst wenig ahnen.

Geheimnisvolle Orte – Geschichten hinter der Landschaft

Manche Orte erschließen sich erst, wenn du etwas über ihre Vergangenheit erfährst. Auch in Cerro Largo lohnt es sich, nach den Geschichten hinter den Namen und Gebäuden zu fragen.

Spuren konfliktreicher Zeiten: Die Auseinandersetzungen zwischen Blancos und Colorados haben auch diese Region geprägt. Dabei geht es um die wechselvolle politische Geschichte Uruguays und seine Bürgerkriege. Zwischen den weiten Feldern und Hügeln ist heute schwer vorstellbar, wie umkämpft das Land zeitweise war.

Der Río Yaguarón: Bei Río Branco bildet der Fluss die Grenze zu Brasilien. Auf der anderen Seite liegt die brasilianische Stadt Jaguarão. Am Wasser kannst du eine Pause einlegen und sehen, wie nah sich die beiden Länder auch hier sind.

Die Brücke Barón de Mauá: Sie verbindet Río Branco mit Jaguarão und ist ein markantes Bauwerk der Grenzregion. Von der Brücke aus öffnet sich der Blick über den Fluss und seine Ufer. Zugleich erinnert sie daran, dass eine Grenze nicht nur trennt, sondern auch Verbindungen schafft.

Regionale Köstlichkeiten – bodenständig und ohne Schnörkel

Beim Essen begegnen dir viele Zutaten, die zur Landwirtschaft der Region gehören. Eine aufwendige Inszenierung braucht es dafür nicht.

Mate im Grenzland: Auch hier begleitet der Mate viele Menschen durch den Tag. Wie er zubereitet wird und welche Yerba verwendet wird, ist oft eine Frage persönlicher Vorlieben. Bei einer Einladung erfährst du darüber wahrscheinlich mehr als aus jeder allgemeinen Beschreibung.

Reis aus der Region: In den feuchteren Gebieten von Cerro Largo spielt der Reisanbau eine wichtige Rolle. Auf dem Teller begegnet dir Reis als Beilage oder als Bestandteil einfacher, sättigender Gerichte. Was dazukommt, entscheidet die jeweilige Küche.

Rind und Lamm vom Grill: Rinder– und Schafhaltung prägen die Landschaft. Entsprechend passen auch Fleischgerichte zur Region. Wenn Lamm langsam über der Glut gart, braucht es oft nicht viel mehr als Salz, Geduld und jemanden, der das Feuer im Blick behält.

Weiter nach Treinta y Tres

Unsere Reise führt dich nun weiter nach Süden nach Treinta y Tres. Der Name erinnert an die Dreiunddreißig Orientalen und ihren Kampf von 1825. Dort erwarten dich neue Geschichten und die Schluchtenlandschaft der Quebrada de los Cuervos – ein guter Anlass, die Wanderschuhe bereitzuhalten.

← Vorherige Seite: Rivera Südamerika Nächste Seite: Trienta y Tres →