Jürgens Reise um die Welt

Lavalleja – Hügel, Legenden und stille Täler

Wenn das Land zu atmen beginnt

In Lavalleja rücken die Hügel und felsigen Höhenzüge wieder näher zusammen. Zwischen grünen Tälern und offenen Weiden liegt die Hauptstadt Minas. Mit ihrer Lage zwischen den Sierras wirkt sie beinahe wie eine kleine Bergstadt, auch wenn du hier keine hohen Gipfel erwarten solltest.

Das Departamento trägt den Namen des Freiheitskämpfers Juan Antonio Lavalleja. Damit begleitet uns die Geschichte Uruguays auch auf diesem Reiseabschnitt. Doch diesmal zieht es dich vielleicht zuerst hinaus in die Landschaft.

Felsen, Wasserläufe und Aussichtspunkte geben dir genügend Gründe, unterwegs anzuhalten. Wenn du nach den Stadtbesuchen wieder etwas mehr Natur erleben möchtest, bist du hier richtig.

Geheimnisvolle Orte – steinerne Riesen und fallendes Wasser

Cerro Arequita: Mit seinen steilen Felswänden hebt sich der Cerro Arequita deutlich aus der Umgebung heraus. Schon von weitem ist er ein markanter Orientierungspunkt. In seiner Nähe wächst außerdem ein besonderer Bestand an Ombú-Gewächsen. Ihre mächtigen Formen passen gut zu einer Landschaft, in der deine Fantasie schnell eigene Geschichten entdeckt.

Salto del Penitente: Zwischen felsigen Hängen fällt hier das Wasser über eine steile Felsstufe. Wie kräftig der Wasserfall ist, hängt auch von den vorherigen Niederschlägen ab. Der Name „Penitente“, also „Büßer“, wird mit einer Felsgestalt in Verbindung gebracht, die an einen Mönch erinnern soll. Schau selbst, ob du sie erkennst.

Die Fuente del Puma: In der Reserva Natural Salus bei Minas begegnet dir eine Quelle mit einer eigenen Legende. Die Geschichte erzählt von einem Puma und dem besonderen Wasser, das er hier trank. Bis heute gehört das Tier zum Erscheinungsbild von Salus. Bei einem Besuch kannst du die Quelle und ihre Umgebung kennenlernen ‐ und dir die Geschichte vor Ort erzählen lassen.

Regionale Köstlichkeiten – süße Wegzehrung aus Minas

Nach einem Ausflug in die Hügel darf eine Stärkung nicht fehlen. Besonders wenn du gern Süßes isst, hat Minas etwas für dich.

Alfajores aus Minas: Die gefüllten Gebäckspezialitäten haben hier eine lange Tradition. Zwischen den Gebäckhälften steckt meist Dulce de Leche; je nach Sorte kommen unterschiedliche Überzüge hinzu. Ein paar Alfajores passen gut ins Reisegepäck, vorausgesetzt, sie überstehen schon den ersten Nachmittag.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, kannst du in Minas auch das Museo del Alfajor besuchen. Dort lernst du die Geschichte eines örtlichen Familienbetriebs kennen und siehst unter anderem alte Maschinen und einen Backofen aus Ziegeln.

Etwas Herzhaftes nach dem Ausflug: In Minas und den umliegenden Orten findest du auch bodenständige Gerichte, wie du sie inzwischen aus anderen Regionen Uruguays kennst. Ein Asado, ein Eintopf oder eine andere hausgemachte Mahlzeit passen gut nach einem Tag draußen. Was besonders empfehlenswert ist, erfährst du oft im Gespräch mit deinen Gastgebern.

Das Wasser von Salus: Das bei Minas gewonnene Mineralwasser ist in Uruguay weithin bekannt. Nach deinen Erkundungen kannst du damit auch ganz schlicht deinen Durst stillen. Eine Legende braucht es dafür nicht unbedingt aber sie macht die Geschichte dahinter interessanter.

Weiter nach Rocha

Nun führt dich die Reise weiter nach Osten ins Departamento weiter Rocha. Dort erreichen wir den Atlantik. Nach den Hügeln rund um Minas erwarten dich lange Strände, Dünen und Lagunen. Der Blick wird wieder weit, diesmal hinaus aufs Meer.

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